BiBerlinCamp 2014

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Übersicht

Es gab auf dem BiBerlinCamp 2014 folgende Sessions, von denen bereits Protokolle eingegangen sind:

Ausführliche Protokolle der Sessions

Konkrete Schritte gegen Unsichtbarkeit

1) Wie wird die Unsichtbarkeit von den Teilnehmern empfunden, wie stellt sie sich dar?

  • Innerhalb von Schwulen- und Lesbenverbänden verschwindet die Bi-Gruppierung
  • Bi-Sein wird als „Zwischenstation“ zur Homosexualität dargestellt (meist aus Sicht von schwulen Männern)
  • Bisexuelle Frauen werden in Lesbenkreisen meist als Abenteurerin gesehen, die auf der Suche nach dem sexuellen Kick für sich selbst oder/ und ihren männlichen Hetero-Partner sind
  • Gesellschaftliche Veränderungen könnten es unnötig machen, überhaupt Gruppierungseinteilungen vorzunehmen
  • Bisexuelle müssen „ihren Arsch selber hochbekommen und nicht darauf warten, daß Andere den Job machen“
  • Bei Offenlegung ihrer Bisexualität innerhalb der schwul-lesbischen Szene konnte ein Teil der Teilnehmer von positiven Reaktionen berichten, allerdings gab es auch negative Erfahrungsberichte von Anderen

2) Was sind die Ursachen für die strikte Ablehnung von Schwulen und Lesben gegenüber Bisexuellen?

  • Angst vor Unbekanntem
  • Vorurteile (z. B. betreffend Polyamorie: „Alle Bisexuellen haben Mehrfachbeziehungen oder wechseln ständig die Partner“)
  • Verlustangst, den bisexuellen Partner an das andere Geschlecht zu verlieren

3) Verschiedenste Spielarten der Bisexualität – was ist der kleinste, gemeinsame Nenner?

Hier einigten sich die Gruppenteilnehmer nach Diskussion über Begrifflichkeiten, wie u.a. „Polygamie“ oder „Pansexualität“ auf die folgende Definition: „Anziehung zu mehr als einem Geschlecht“

4) Wie bekommt man Bisexuelle, speziell die männlichen, dazu, sich zu outen?

  • Persönliche Gespräche führen, Erfahrungsaustausch
  • Info-Stände auf publikumswirksamen Veranstaltungen, wie z.B. Kirchentage, Stadtfeste
  • Flyer an Brennpunkten auslegen
  • Ängste vor gesellschaftlichen Repressalien mindern durch positive Erfahrungsschilderungen
  • Ggf. mögliches Worst-Case-Szenario nach dem Outing zusammen mit betroffenen Personen durchsprechen um diffuse Ängste zu sondieren und auf den Punkt zu bringen

5) Konkrete Schritte

a) Persönliche Lösung: Eine(n) ebenfalls bisexuelle(n) Partner(In) finden, der/die die individuellen Bedürfnisse des/der Anderen wahrscheinlich besser nachvollziehen kann b) Gesellschaftliche Lösung:

  • Mehr öffentliche Angebote und Veranstaltungen für Bisexuelle (z.B. Tanzveranstaltungen, Lesungen etc. – damit könnte man möglicherweise auch vermehrt die `Schrank-Bisexuellen´ ansprechen)
  • Mehr Präsenz in den Medien
  • Korrigierende Rückmeldungen auf öffentliche Falschdarstellungen in Form von Leserbriefen, Blogs, Podiumsdiskussionen und Ähnlichem (gutes Beispiel in GB: Bi-Media-Watch)
  • Spezielle Seiten, z.B. bei Wikipedia, aktualisieren/ aktuell halten
  • Persönliche Präsenz bei Schwul-Lesbischen Gruppierungen und Verbänden
  • Flashmobs
  • Filmnacht
  • Info-Aktionen zum Thema Bisexualität für die breite Öffentlichkeit (Beispiel/ NL: „Bi im Bild“ – im ganzen Land kursierende Info-Ausstellung)

Bisexualität und Queerfeminismus

Die zentrale Ausgangsfrage lautete: Wie können wir Bisexualität im radikalen Rahmen denken und leben (radikal = an den Wurzeln der systematischen Unterdrückung ansetzen), und gemeinsame politische Kämpfe mit anderen von Diskriminierung Betroffenen führen? Daraus ergaben sich einige konkretere Fragen bzw. Themen, die diskutiert wurden:

Feministischer Grundkonsens auf dem BiCamp/in der Bi-Community

Es gab die Beobachtung, dass es auf dem Camp oft de facto keinen feministischer Grundkonsens in der Runde gab, dominantes Redeverhalten vorkam, und Dinge oft (nochmals) erklärt werden mussten. Wie können wir als queerfeministische Menschen damit umgehen? Ansätze und Gedanken:

  • Es „Feministisches BiCamp“ nennen und hoffen, dass mehr/überwiegend Leute mit feministischem Grundkonsens kommen – Nur was, wenn nicht?
  • Es könnte Workshops mit unterschiedlichen Awarenessanforderungen machen – „Die Mackerecke ist draußen“
  • Einen expliziten Grundkonsens haben und diesen vorher kommunizieren und auf die Website stellen. – Nur wie sicherstellen, dass er auch gelesen und beachtet wird? Unterschreiben lassen?
  • Problem: Nichtbetroffenen fallen Sachen nicht auf -> Marginalisierte sprechen Dinge an. Das kostet Kraft, und alles zu erklären sprengt oft den Rahmen.
  • Die Kommunikation der Regeln verbessern durch verpflichtendes „Feminismus 101“ am Anfang des Camps? – Aber was ist mit anderen Diskriminierungsformen, gibt es dann auch „Antirassismus 101“ für alle Weißen usw?
  • Lernen verbessert vielleicht über die Zeit das Verhalten einzelner, aber es kommen auch immer neue Leute. Allerdings sind Menschen, die auf Ansprechen eines Fehlverhaltens reagieren, oft nicht die Neulinge, sondern schon lange dabei.
  • Selbst Regeln und Dominanzverhaltenexplizit anzusprechen hilft manchmal nicht. Es gibt Menschen, die darauf nicht reagieren bzw ihr Verhalten nicht ändern.
  • Menschen, die (wiederholt) Fehlverhalten an den Tag legen, von der weiteren Veranstaltung ausschließen? – Allerdings ist Rausschmeißen ziemlich unangenehm.
  • Menschen, die zum Beispiel dominantes Redeverhalten an den Tag legen, schließen allerdings bereits ihrerseits andere Leute aus. Für letztere ist der Rausschmiss dann vielleicht Empowerment.
  • Rausschmeißen geht leider erst, nachdem schon Fehlverhalten passiert ist, da ist die Stimmung vielleicht schon gekippt
  • Ein Miteinander schaffen, in dem sich alle füreinander verantwortlich fühlen – Es kann nicht sein, dass nur zwei Leute (das Awarenessteam) für jegliches Fehlverhalten verantwortlich sind, bzw dass damit umgegangen wird. Gegenseitige Verantwortlichkeit sollte mehr im Vordergrund stehen, es sollte beispielsweise auch in der Session nicht nur die Moderation dafür verantwortlich sein, dass das Gespräch nicht dominiert wird.

Einladepolitiken in queeren Räumen

Es gibt Versuche, queerfeministische Orte angenehmer zu gestalten, indem nur bestimmte Menschen eingeladen sind, beispielsweise in FLT*-Räumen (Frauen-Lesben-Trans*).

  • Es kann gut sein, mehrere Räume parallel zu haben, zB FLT* Raum parallel zu offenem für alle Gender – Grundkonsens sollte natürlich in allen davon durchgesetzt werden
  • Ist pauschaler Ausschluss aufgrund von Identität anstelle von Verhalten überhaupt eine Lösung?
  • Es gibt Kritik an FLT-Räumen, beispielsweise könnte es sein, dass Trans* Menschen rausgeworfen werden, wenn sie nicht passen. Außerdem existieren andere Diskriminierungsformen, etwa Rassismus, möglicherweise noch in derselben Intensität wie in der Mehrheitsgesellschaft.
  • Das Prinzip „Safe Space“ funktioniert nicht (für alle): Je betroffener der Mensch desto unsafer der Raum
  • Man kann auch ohne explizite Einladepolitik es Leuten uninteressant machen, zu erscheinen, z.b. durch explizites Benennen als feministischen Raum
  • Positivbeispiel für gute Einladepolitik: LesMigras Party – Lesben + Bis + Freund*innen mit PoC Schwerpunkt – Cistypen sind nicht Zielgruppe für die die Party ist, aber können mitgebracht werden

Bifreundliche queere Räume und Community

Was gibt es noch so an bisexuellen und queer(feministischen) Communities, die keine Partys sind?

  • Eine Community liefert wichtige Anlaufstellen, um zum Beispiel bei Outings zu unterstützen.
  • Eine Community kann Inhalte sichtbar machen, Ideen, Artikel, aktivistisches Feuer
  • Gibt es eigentlich bisexuelle Beratungsstellen? Das Zentrum für bisexuelle Lebensweisen (leider kostenpflichtig), die Beratung im Sonntags-Club, die Lesbenberatung Berlin ist wohl auch für Bisexuelle, aber der Name wirkt nicht so. Sind diese Beratungsstellen eigentlich dazu noch queerfeministisch?
  • Nicht alle leben in Berlin, hier ist die Situation noch besser als beispielsweise in Kleinstädten.
  • Könnte eine Community zusammentragen, welche Orte bifreundlich sind, und das dann veröffentlichen?
  • Utopie: Im Alltagsleben werden im Vorhinein keine Annahmen über mich getroffen, beispielsweise beim Arzt, sodass keine Outings nötig sind und trotzdem alles Wissen vermittelt wird, das relevant sein könnte.

Was können Bisexuelle extra zu Queerfeminismus beitragen?

  • „Bisexuelle tragen Queerness in heterosexuelle Räume.“
  • Bisexuelle können beitragen, dass Kategorien aufgebrochen werden und nicht nebeneinander existieren und sich abschotten.
  • Wissen kann über Beziehungen weitergetragen werden, beispielsweise feministisches Wissen aus lesbischen Räumen werden in Freundeskreise, die überwiegend hetero sind
  • „Wir Bis verbinden Welten.“
  • Strategie: Geschlechts-unspezifisch von Partner*innen reden. Das macht sichtbar, dass Geschlecht an der Stelle egal/nicht relevant ist. – Andererseits verstehen Leute das auch falsch und denken du wärst homosexuell und nicht out.
  • Strategie: Verwirrung stiften, Spricht gegen die Selbstverständlichkeit der Normen, kann politisch genutzt werden.

„Heten“-Performance in queeren Räumen

Es wird in queeren Räumen oft kritisiert, wenn Menschen, die als heterosexuell wahrgenommen werden, als Paar auftauchen und Zärtlichkeiten austauschen. Halten wir diese sogenannte „Heteroperformance“ für unfeministisch?

  • Menschen, die als Paar auftreten, haben dabei manchmal ein komisches Gefühl in der Öffentlichkeit.
  • Händchenhalten wird manchmal als „Besitzanzeige“ gesehen, als Zurschaustellen der Beziehung, als spießig wahrgenommen.
  • Körperliche Nähe gibt aber auch Halt in einer Situation von Unsicherheit und kann daher für die involvierten Personen wichtig sein.
  • Es ist eine Abwägungssache, ob man in eine rSituation das Risiko eingeht, dass Menschen einen als hetero lesen und das Verhalten kritisieren.
  • Kritik am Wort „Heteroperformance“: Zwei Leute, die aussehen wie (cis) Mann und (cis) Frau dürfen nicht miteinander rummachen, sonst reproduzieren sie das Patriarchat, aber man muss aussehen wie (cis) lesbisch/schwul damit man rummachen darf? Egal wie die involvierten Leute sich tatsächlich verorten?
  • Aus beziehungskritischem Text: Wenn wir nicht auf Party rummachen, nimmt es uns nicht die Privilegien, es macht uns nicht automatisch zu besseren Menschen oder kritischer. Auch Menschen, die ihre Beziehung nicht inszenieren, können trotzdem gewaltvoll sein.
  • Einige von uns haben selbst Bifeindlichkeit verinnerlicht: Wir wollen dazugehören, aber stehen unter Druck, uns Normen anzupassen, in diesem Fall denen der queeren Szene.
  • Andererseits, ist es nicht das Problem der Leute, die mich fälschlicherweise so lesen?
  • Muss ein Outing sein? Es sollte nicht Pflicht sein, aber kann was bringen, wenn man Glück hat geht es anderen genauso und man kann gemeinsam über Dinge reden und sich gegenseitig unterstützen.
  • Öffentliche Zärtlichkeiten können für Menschen auch generell unangenehm sein, z.B. wenn diese selber niemanden haben, der ihnen Halt gibt
  • Utopie: Mehr Kuscheln außerhalb Beziehungen, gegenseitig Halt geben ohne dass Menschen in einer (romantischen) Beziehung sein müssen
  • Utopie: Räume könnten Ansprechpartner*innen auszeichnen, an die man sich wenden kann, wenn man neu ist, Schwierigkeiten hat sich in die Runde reinzufinden, wenn es einem schlecht geht…

Am Schluss vernetzten sich die Teilnehmer*innen noch über Twitter (Twitterliste von @bisexualitaet – Für Aufnahme einfach antweeten!) und Mailingliste.

Bisexuell im Heteroumfeld

Die eigentliche Fragestellung dahinter war, warum eigentlich sich bisexuell bezeichnend Menschen eher in gemischtgeschlechtlichen (heterosexuellen) Beziehungen leben? Obwohl es ein munteres Gespräch war konnte dieser (scheinbare) Widerspruch nicht aufgelöst werden. Eine mögliche Erklärung wurde im Nachlauf noch diskutiert, allerdings ohne dass es zu einem einvernehmlichen Statement gekommen ist. Die mögliche Erklärung umfasst zwei Komponenten. Unter der Voraussetzung einer weitgehend sexuell frei bestimmten und liberalen Gesellschaft, ist die Anzahl der für eine Beziehung jedweder Art verfügbaren, überwiegende männlich zu lesenden Menschen ungleich höher als die Anzahl der überwiegende weiblich zu lesenden Menschen. In eben jener Gesellschaft werden Art, Umfang und Ausprägung einer Beziehung jedoch hauptsächlich von überwiegend weiblich zu lesenden Menschen definiert. Dies klingt extrem biologistisch, aber dieser wurde in der Session kaum widersprochen. D.h. dieser Teil steht per se nicht als Angebot für eine Beziehung zur Verfügung sondern tritt als Nachfrager auf. Mit anderen Worten: Das Angebot übersteigt die Nachfrage um ein Vielfaches. Wichtig ist hierbei wirklich, die heutigen Verhältnisse zugrunde zu legen, welche sich ja tatsächlich ändern könnten. Auf jeden Fall spiegelt diese „Theorie“ ziemlich gut den Inhalt der Gespräche wieder.

B in LGBTI / (Un) Sichtbarkeit

Ausgangspunkt / Problembeschreibung:

  • in LGBTI ist Bi zwar enthalten, wird aber nicht wirklich ernst genommen
  • zentrale Personen der Szene zeigen ein gespaltenes Verhalten zu Bisexuellen
  • häufige Haltung: Bi-Männer gelten als Schwule, die sich nicht trauen; umgekehrt wird Bi-Frauen (von Lesben) vorgeworfen, sie wollten sich nur interessant machen, seien aber eigentlich hetera
  • nicht-hetereosexuelles wird (v.a. von Heterosexuellen) oft als „Phase“ gesehen
  • dass vor allem Frauen häufig unterstellt wird, eigentlich Männer toll zu finden, ist auch bezeichnend für die Gesellschaftsordnung, in der wir leben
  • -> die Stereotype erschweren es, sich zu outen
  • in gesellschaftlicher Diskussion wird Bi oft als Möglichkeit nicht mitgedacht
  • wir werden unsichtbar gemacht

Erklärungsansätze:

  • lesbisch-schwule Community will sich abgrenzen, auch von Heteronormativität, führt zu bi-phoben Reaktionen
  • Ursprung von Bi-Phobie: Pathologisierung von Sexualität im Zuge der Sichtbarmachung unterschiedlicher Formen von Sexualität (jenseits des Heterosexuellen)
  • Menschen tendieren dazu, andere Menschen in Kategorien einzuordnen, um sich sicherer zu fühlen. Bisexuelle passen nicht ins gängige Schema -> Verunsicherung -> kann Aggressionen auslösen
  • Pathologisierung von Schwulen und Lesben ist zwar inzwischen offiziell überwunden, für Bisxuelle aber so bald nicht zu erwarten (Hinweis eines Teilnehmers: an der Spitze des Bundesverbands der Psychologen stehen Homosexuelle)

Konsequenzen:

  • Bisexuelle müssen stärker darauf bestehen, als Bi wahrgenommen zu werden – aber wie kann das erreicht werden?
  • Bisexuelle müssen ihre Orientierung immer thematisieren, weil sie (v.a. Frauen) in dieser Gesellschaft ansonsten als hetero wahrgenommen werden
  • -> Dilemma: Unwillen, eigene Orientierung zu thematisieren, da sie für eine_N selbst kein Problem ist; Zitat: „Ich finde die Unsichtbarkeit blöd, will mich aber auch nicht immer erklären und weiß nicht, wie ich das auflösen kann.“

Möglichkeiten der Sichtbarmachung:

  • verschieden-geschlechtliche Beziehungen gleichzeitig (ein polyamor lebender Teilnehmer berichtete von positiven Reaktionen seiner Umgebung)
  • im privaten Umfeld von vergangenen Beziehungen erzählen
  • eigenes (nicht monosexuelles) Begehren deutlich machen

These: Problem ist nicht auf individueller Ebene zu lösen; durch die allgemeine Trennung Homo-Hetero kommt Bi nicht mehr vor -> nötig ist deshalb ein gesamtgesellschaftliches Umdenken

[Gruppe teilt sich, das Protokoll bezieht sich im Folgenden auf Diskussion zum Thema (Un)Sichtbarkeit]

Ideal: Gesellschaft, die sich bewusst ist, dass es eine Bandbreite von Möglichkeiten / Ausprägungen (der sexuellen Identität) gibt, die ernst genommen werden, ohne dass die Menschen sofort eingestuft werden

Was tun?

  • Bisexualität muss sichtbarer und selbstverständlicher werden, sollte schon in Schulbüchern vorkommen
  • Bilder (romantischer) bisexueller Liebe (z.B. in Medien und Popkultur) schaffen
  • Aktionen rund um den Bi-Visibility Day am 23.9. (z.B. Lesung, Filmnacht)
  • „Bisco“ (Disco für Bi und FreundInnen) wiederbeleben, möglichst mit „Betreuung“, um neuen Leuten Kontakt zu erleichtern
  • zusätzlich zum monatlichen Stammtisch im Sonntags-Club eine Gesprächsgruppe gründen, die sich mit bestimmten Themen befasst, könnte sich auch an anderen, evtl wechselnden Orten treffen
  • Antidiskriminierungsarbeit in Schulen (wie derzeit v.a. von Schwulen und Lesben geleistet; Bi-Leute dort wären auch wichtig, um Kinder nicht Entscheidungsdruck auszusetzen)
  • der Vorschlag, stärker in Schwulen- und Lesbengruppen reinzugehen, wurde skeptisch gesehen, weil 1. Bisexuelle oft nicht ernst genommen werden und 2. fraglich ist, inwiefern diese Gruppen tatsächlich allgemein-/grundsatzpolitisch arbeiten wollen (Eindruck: viele wollen leben wie der heterosexuelle Mainstream und ansonsten in Ruhe gelassen werden)
  • -> Gegenvorschlag: raus aus der LGBTI-Community und mehr bei Hetero-Veranstaltungen Präsenz zeigen (z.B. Kirchentage)
  • mehr Lobbyarbeit: dazu entweder BiNe neu beleben und zu politischer Lobbyorganisation ausbauen oder neuen Verein gründen
  • Hinweis eines Teilnehmers: Finanzierungsmöglichkeiten gäbe es, z.B. über Stiftungen; evtl. auch durch Leute, die Geld im bisexuellen Kontext verdienen (z.B mit Clubs, Partys)
  • Appell eines Teilnehmers: wichtig ist, ein positives, ausgeglichenes Verhältnis zu sich und der eigenen Sexualität zu finden – dann würde es evtl. auch eine geringere Rolle spielen, ob das Umfeld eine_N als Bi anerkennt